Faszinierend fürchterlich – Ein Bär redet drauf los

Gestern Abend habe ich mich mit Rotzi, Shisha (Zimttabak, kann ich wärmstens empfehlen) und ausreichend Decken auf das Sofa  gekuschelt und „Let’s play“-Videos von Horrorgames geschaut. So haben wir Gronkh auf seinem Rätsellauf durch den Hausflur von Silent Hills P.T. begleitet und mit Martin und Daniel von Game Tube die 8 Seiten von Slenderman gesucht.

Auch wenn man sich andauernd erschreckt und vor Nervenkitzel die Haare zu Berge stehen, so ist man doch fasziniert und kann nicht aufhören weiter zu schauen. Und auch wenn jede Zimmerecke nach dem Schauen zu einer Pforte des Grauens wird und jeder Toilettengang zu einem Survivalhorror-Lauf, so hat man nach ein paar Tagen dann doch wieder die Nerven sich wieder eine Dosis Horror zu genehmigen (Vielleicht nicht Rotzi, aber zumindest ich und viele andere :D).
Also was ist so faszinierend an Horrorfilmen, Horrorspielen und der Angst vor dem Unbekannten?
Wenn in euren Köpfen solche Fragen auch des Öfteren herum spuken, dann begleitet mich auf meinem pseudophilosophischen Bärchen-BLABLA 😉

Ich persönlich hatte immer eine Faszination für das Gruselige, sei es nur die alte Zeichentrickserie Geschichten aus der Gruft oder der ersten Horrorfilme die man als präpupertärer Bär hinter dem Rücken der Eltern schaut. So erhalten wir gleich doppelt Adrenalin, einmal der Kick des Verbotenen und dann der Adrenalinschub vom Horrorerlebnis selbst.
Noch tiefer in den Horror steigt man dann ein, wenn man sich alleine vor ein Horrorspiel setzt und völlig in die Atmosphäre eintaucht. Beklemmung, Atemnot und Angst als ständige Begleiter durch die Vorhölle von Silent Hill oder in einer totenleeren Raumstation gejagt von Aliens in Deadspace.
Leider ist mein Bärenkostüm für solche Horror Erfahrungen meist zu dünn gehäkelt, sodass ich nach dem ersten “Girly Scream of Death“ meinerseits, den Controller an den Nagel hänge oder mich mit Mario und Kirby in eine kunterbunte Abenteuer Welt flüchte, fernab und dunklen Ecken und schlurfenden, Krächzenden Gestalten. Anders sieht es dann im Koop-modus aus. Zu zweit gegen die Heerscharen der Finsternis mit dafür ausgelegter Bewaffnung wie in „the Reckoning“, „Darkwatch“ oder „Resident Evil“ 5 &6 kann sich der Bär dann eine ganze Nacht dem Horrorerlebnis stellen, wobei solche Spiele dann auch eher actionlastig sind als horrormäßig.
Neben Horrorfilmen (hier bevorzuge ich eher klassischen Horror als banalen Splatter), ist die Schauerliteratur wie die von E.T.A Hoffmann, Edgar Allen Poe und H.P. Lovecraft mein zweites großes „Stecken-Nachtmahr“. Es gibt in meinen Augen wenig gruseligeres als zu einem Horrorhörbuch einzuschlafen und dann bei der schrecklichsten Stelle wieder aufzuwachen, unwissend ob Realität, Traum, Alptraum oder eine bizarre Kombination aus alldem.
Wie man bei meiner Beschreibung meines Horrorhobbies hier schon merkt ist neben der Sucht nach Adrenalin auch die Faszination ein wichtiger Punkt für den Erfolg des Horrors und Grusels.
Wenngleich man entsetzt und geekelt ist von den ghulischen und Kafkaesken Kreationen des Horrors, so ist man dann doch auch fasziniert. Sei es dahingestellt ob es einem dunklen Sinn von Ästhetik, Neugier oder tiefere Trieben geschuldet ist.
Aber es gibt auch genug denen der Horror nicht schmeckt und die gar nichts damit anfangen können.
Es fasziniert, aber nicht jeden. Dass Horror keine Modeerscheinung ist zeigt sich jedoch schon alleine darin, dass er so alt ist wie unsere erzählten Geschichten selbst. Grimms Märchen und die Vorstellungen der mythologischen Totenreiche haben seit jeher eine Gänsehaut herbeizaubern können.
Genug Bärchen-BLABLA

Wie fasziniert Euch das Gruselerlebnis und wie nehmt Ihr eure Dosis Horror zu euch, es würde mich freuen, wenn Ihr mit mir darüber schreiben würdet, vielleicht regt man sich gegenseitig mit neuen Büchern, Games, Filmen etc. zu ungeahnten Gänsehäuten an ;).

Tüdeldüü und bis denn Bärchen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s